Tipps für die klimafreundliche Urlaubsreise mit dem Auto

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Rund ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen CO2-Eimissionen gehen auf das Konto unserer Mobilität. Der Großteil – rund 84 Prozent – dieser Emissionen kommen direkt aus den Auspuffen von Autos, LKWs und Motorrädern. Nicht immer können und wollen wir alle Reisewege und Urlaubsfahrten klimafreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, wie Du mit wenig Aufwand den ökologischen Fußabdruck Deiner Autofahrt in Richtung Sonne verbessern kannst. 

Trampen

Du wirst staunen, wie weit Dich Dein Daumen diesen Sommer bringen kann. Per Anhalter zu reisen ist wohl die günstigste Art zu reisen, denn im Normalfall zahlst Du nichts fürs Mitgenommen werden. Mit jeder zusätzlichen Person im Auto wird die Fahrt wieder etwas umweltfreundlicher, da sich die Emissionen auf mehr Mitfahrer verteilen. In Deutschland ist Trampen, auf Englisch hitch-hikking, legal. In Italien hingegen ist das Trampen durch Daumen-Hochhalten verboten. Erlaubt ist dort lediglich das direkte Ansprechen auf dem Parkplatz. Das Trampen direkt an der Autobahn, bzw. auf dem Pannenstreifen ist in Deutschland und den meisten anderen Ländern verboten und kann darüber hinaus wirklich sehr gefährlich sein. 

In gewissen Ländern kommst Du recht schnell voran, in anderen wirst Du etwas mehr Geduld brauchen. Achte beim Trampen auf ein gepflegtes Äußeres, das verbessert Deine Chance mitgenommen zu werden. In der Regel werden Frauen rund fünf Mal schneller mitgenommen als Männer und auch solo Tramper haben es oft einfacher. Grundsätzlich ist Trampen eine sichere Reisemöglichkeit, auch für Frauen. Wichtig ist, dass Du Dich auf Dein Bauchgefühl verlässt. Steige bei niemandem ein, der Dir unsympathisch, aufdringlich oder nicht vertrauenswürdig erschein. Es gibt zahlreiche Blogs und Internetseiten, die Dir die Angst vom Trampen nehmen und Dir die besten Tipps für eine problemlose Reise per Anhalter verraten. 

Privates Carsharing und Mietwagen 

Neben kommerziellen Mietwagen Anbietern gibt es auch private Carsharing Möglichkeiten wie Tamyca oder Drivy. Hier kannst Du auf einer Online-Plattform ein Fahrzeug direkt von einem privaten Autobesitzer mieten. Der Vermieter hinterlegt dort die benötigten Informationen zum Fahrzeug sowie Mietzeitraum und Mietkosten. Das erlaubt Dir ganz entspannt aus mehreren privaten Angeboten das Richtige auszuwählen. Bei PaulCamper kannst Du Dir sogar eine ganzes Wohnmobil oder einen kleinen Reisebus privat mieten und damit ganz entspannt und günstig in den Urlaub fahren. 

Das private Carsharing ist im Vergleich zu der kommerziellen Variante meist kostengünstiger und bietet dieselben Vorteile wie Versicherung oder flexibler Mietzeitraum. Bist Du dennoch lieber mit einem kommerziellen Mietwagen unterwegs, dann helfen Dir Internetwebseiten wie billiger-mietwagen.de, check24.de oder happycar.de, schnell und einfach aus verschiedenen Mietwagenangeboten das günstigste Angebot zu finden. 

Mitfahrgelegenheit

Eine Alternative zum Carsharing und Autovermietung bietet Dir die Mitfahrgelegenheit. Auf bekannten Online-Plattformen wie mitfahrgelegenheit.de, mfz.de, roadsharing.com oder blablacar, kannst Du ganz einfach und günstig Deine nächste Mitfahrgelegenheit finden. Auch in verschiedenen Facebook-Gruppen werden regelmäßig Mitfahrgelegenheiten gepostet. 

Bei einer Mitfahrgelegenheit bist Du natürlich weniger flexibel, da der Fahrer den Abfahrtsort, Zeitpunkt und die Kosten festlegt. Allerdings kannst Du Dich hier ausschließlich mit der eigentlichen Reise beschäftigen, musst nicht selber fahren und lernst gleichzeitig neue Leute kennen. 

Der richtige Fahrstil bringt’s

Auch der richtige Fahrstil kann Dir dabei helfen Deinen Kraftstoffverbrauch zu senken und CO2 zu sparen. Fahre vorausschauend und niedertourig und vermeide unnötiges Bremsen und zu spätes Schalten. Als Faustregel gilt: Spätestens bei 2000 U/min in den nächsten Gang schalten. Übrigens: Jedes Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos, also raus mit unnötigem Ballast. Gib bei der Klimaanlage Acht, denn im Durchschnitt verbraucht eine Klimaanlage rund 10% bis 15% mehr Sprit. 

Auch bei den Autoreifen kannst Du sparen. Energiesparreifen haben einen geringeren Rollwiderstand als herkömmliche Reifen und verbrauchen deshalb weniger Kraftstoff. Bis zu fünf Prozent Sprit kannst Du damit sparen: Bei 40.000 gefahrenen Kilometern sind das 280 kg vermiedenes CO2. Die Ausgaben für Energiesparreifen amortisieren sich schnell – und bei 40.000 km hast Du am Ende sogar 180 Euro gespart. Ist der Reifendruck zu niedrig, erhöht das nicht nur den Verschleiß, sondern führt auch zu einem größeren Rollwiderstand der Reifen – und dadurch steigt der Spritverbrauch. Ist der Reifendruck 0,5 Bar zu niedrig, erhöht sich der Kraftstoffverbrauch bereits um rund fünf Prozent. Im Jahr summiert sich das auf einen Ausstoß von bis zu 140 kg CO2. Übermäßiger Reifenverschleiß und unnötiger Kraftstoff verursachen Mehrkosten von etwa 90 Euro im Jahr.

Des Weiteren kannst Du Deinen Kraftstoffverbrauch senken, indem Du beim nächsten Ölwechsel auf synthetisches Leichtlauföl setzt. Um bis zu vier Prozent kannst Du Deinen Kraftstoffverbrauch mit Leichtlaufölen senken. Damit tust Du Deinem Motor und dem Klima etwas Gutes. Trotz der Mehrkosten für das synthetische Hightech-Öl sparst Du Dir immer noch 90 Euro im Jahr ein.