Es werde Licht!

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Herkömmliche Glühbirnen gehören schon längst der Vergangenheit an und Energiesparlampen sind ebenfalls Schnee von gestern. Heute sollte die Wahl Deiner Beleuchtung in erster Linie auf LED-Lampen fallen. Jede LED, die beispielsweise eine 60-Watt-Glühlampe ersetzt, spart laut Stiftung Warentest 15 Euro Stromkosten pro Jahr. Damit macht sich der Umstieg auf LED schon nach wenigen Monaten bezahlt. Ein weiterer Vorteil: LED-Lampen werden immer preiswerter, da sie immer günstiger hergestellt werden können. In der Praxis ist der Austausch von Lampen gar nicht so einfach. Die Auswahl an LEDs ist groß und es gibt einiges zu bedenken. Damit Du beim Einkauf nicht auf die Erleuchtung warten musst, haben wir Dir die wichtigsten Punkte rund um das Thema Licht zusammengefasst. Gleich zu Beginn kannst Du ausrechnen, wie viel Energie Du sparen kannst, wenn Du eine Glühbirne durch eine sparsame LED oder Energiesparlampe ersetzt. 

 

LED – Wie, Wann, Warum

Beim Kauf einer LED-Lampe ist es ein bisschen so, wie beim Kauf eines Joghurts im Supermarkt: Das Angebot kann einen ziemlich überfordern. Zwar musst Du Dich nicht zwischen Erdbeere und Vanille, fettarm oder normal entscheiden, dafür sorgen die verschiedenen Fassungen, Formen, Lichtfarben und Lumen für Verwirrung.  

Von Kelvin bis Lumen 

Generell solltest Du die Art der Lampe auf die Art und Funktion des Raumes anpassen. Nicht überall brauchst Du die gleiche Lichtstärke und Lichtfarbe. Anders als bei Glühbirnen, die je nach Anwendungsbereich, zumeist aufgrund ihrer Watt-Zahl ausgewählt wurden, muss Du bei LED-Lampen umdenken und die Lumen (Im) vergleichen. Als Faustregel empfiehlt hier die Stiftung Warentest: „Watt mal zehn entspricht dem Lumenwert“. 

  • 25 Watt einer Glühbirne entsprechen etwa 180 bis 200 Lumen
  • 40 Watt entsprechen 350 bis 400 Lumen
  • 60 Watt entsprechen 590 bis 700 Lumen
  • 75 Watt entsprechen 800 bis 900 Lumen 
  • 100 Watt entsprechen 1.140 bis 1.400 Lumen

Die Farbtemperatur einer LED-Lampe wird in Kelvin gemessen. Auch hier hat sich die LED weiterentwickelt. Galt das Licht von LEDs bisher als „kaltes“ Licht, hat sich die Lichtqualität von LEDs in den vergangen Jahren deutlich verbessert. LEDs können nun alle Lichtfarben abdecken. Beim Umstieg auf LED sollte auf deren Farbtemperatur geachtet werden. Diese wird in Kelvin angegeben: 

  • 2.700 bis 3.250 Kelvin: Warmweiß (Wohn- und Kinderzimmer) 
  • 3.250 bis 5.250 Kelvin: Neutralweiß (Arbeitsplatz, Küche, Flur) 
  • 5.250 bis 8.000 Kelvin: Tageslichtweiß (WC/Bad, Treppenhaus)

D wie dimmbar, F wie Fassung

Dimmen ist eine Form der Lichtsteuerung, bei der die Helligkeit beziehungsweise der Lichtstrom einer Lampe gesteuert werden kann, um unterschiedliche Lichtstimmungen je nach Bedarf zu erzeugen. Nicht alle LEDs können gedimmt werden und auch bei dimmbaren LEDs funktionieren nicht alle Dimmer einwandfrei. Informiere Dich dazu am besten auf der Internetseite des Herstellers und achte auf die Angaben und das Dimm-Symbol auf der Verpackung. Ob dimmbar oder nicht, in der Regel kannst Du den Großteil aller Glühbirnen problemlos durch passende LED-Lampen ersetzten, da die angebotenen E27 und E14 Fassungen beide Standardfassungen für Glühbirnen waren. 

Kosten und Einsparungen 

Die Preise von LED-Lampen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das zeigen auch die Tests von Stiftung Warentest. 2014 kostete die Testsieger-LED noch 30 Euro; 2015 waren es dagegen nur noch sieben Euro. Zwar sind sie damit immer noch teurer als Energiesparlampen, der niedrigere Stromverbrauch und die längere Lebensdauer gleichen diesen Preisunterschied jedoch schnell wieder aus. Bei gleicher Helligkeit verbraucht eine LED-Lampe ca. 80-90 Prozent weniger Strom als eine Glühlampe. Grundsätzlich gilt: je länger eine Lampe brennt, desto mehr lohnt es sich in eine LED-Alternative zu investieren. LED-Lampen sind echte Dauerläufer und erreichen eine Leuchtdauer von 20.000 Stunden.

So kannst Du beim Ersetzten von bereits einer 60-Watt-Glühbirne durch eine 11-Watt-LED-Lampe, Deinen Stromverbrauch um 82 Prozent im Jahr verringern und sparst umgerechnet 26 Euro pro Jahr. Mit Hilfe des SMERGYmeters kannst Du Dir genau ausrechnen, wie viel Strom, Geld und CO2 Du pro Jahr sparen kannst, wenn Du Deine herkömmlichen Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzt. 

Auch bei LED-Lampen gibt es sehr große Qualitätsunterschiede, beispielsweise bei der Lebensdauer und der Lichtqualität. Aufgrund der Technik, die bei der Herstellung zum Einsatz kommt und der Elektronik wie LED-Chips, kommt es oft zu großen Preisunterschieden. Greife deshalb nicht immer gleich nach dem günstigsten Produkt, sondern richte Dich nach Testberichten. 

Richtig Entsorgen

LED-Lampen enthalten zwar kein Quecksilber wie die Energiesparlampe, dafür aber wertvolle Elektronikbauteile. Nach dem Elektrogesetz (ElektroG) werden sie daher auch als Elektroaltgeräte eingestuft und müssen entsprechend fachgerecht entsorgt werden. Somit darf sie nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Du kannst Deine alten LEDs in Wertstoff- oder Recyclinghöfen oder einer Sammelstelle abgeben, die vor allem in Drogerie-, Bau- oder Elektronikmärkten zu finden sind. Auch immer mehr Händler und Handwerksbetriebe nehmen Altlampen von Verbraucherinnen und Verbrauchern entgegen.